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Chronik des KünstlerKreises Kelkheim (e. V.) 1990-2022

Auf Initiative von Emil Stoimenoff, dem 2009 verstorbenen, umtriebigen „Macher“, Maler, Grafiker und Werbefachmann, wurde 1990 der Künstlerkreis Kelkheim gegründet, nachdem sich Kelkheimer Maler, Grafiker, Illustratoren, Literaten und Bildhauer zusammengefunden hatten. Nach den ersten Ausstellungen im Gartensaal des Kelkheimer Rathauses lenkten bald künstlerische Aktionen Aufmerksamkeit auf den Verein. Beispiele; Schaufenster-Ausstellung, Müll-Happening, Malaktion mit Versteigerung zugunsten des Tierschutzvereins, eine weitere mit Rollstuhlfahrern, Workshops und zusätzliche Aktivitäten. Auch international war der Verein bei Ausstellungen aktiv, z.B. in Kairo (Ägypten) und bei den Schwesterstädten in Frankreich (Saint Fons) und Großbritannien (High Wycombe). Zum 20-jährigen Bestehen der Kelkheimer Partnerschaft mit Saint-Fons wurde 1991 am ersten Gemeinschafts-Großbild „Begegnungen“ (2,55 m hoch und 4 m breit) gepinselt, gespachtelt, gezeichnet und literarisch kommentiert. Ein weiteres großes Gemeinschaftsbild folgte 1996, „Kelkheim am Taunus im Licht“. Es hängt heute im Rathaus.

1996 – Großbild Kelkheim am Taunus im Licht v.l. Hans-Uwe Hoffmann, Dimitri Vojnov, Emil Stoimenoff

Ab 1997 war die denkmalgeschützte ehemalige Lungenheilanstalt in Ruppertshain – heute unter dem Namen „Zauberberg“ bekannt – „Heimat“ unseres Vereins. Die Ausstellungen in der dortigen Rosenborn-Galerie lockten bis 2010 rund 26 000 Besucher an, verteilt auf 72 Aktionen. Ein Höhepunkt war die spektakuläre Performance „Feuer und Eis“, bei der im Jahr 2000 „Phönix aus der Asche“ stieg, vielmehr vom Holzpaletten-Feuer freigelegt wurde, eine etwa 5 Meter hohe, geschweißte Metall-Plastik.

Leider endete die „Zauberberg“-Ära in unserem 20. Jubiläumsjahr 2010 ziemlich abrupt. Dank der Hilfe von Bürgermeister Thomas Horn konnten wir das Jubiläum aber dennoch in feierlichem Rahmen feiern, denn er stellte dem Verein großzügig den Plenarsaal des Rathauses zur Verfügung. Das Thema des im Festprogramm auftretenden Kabarettisten Clajo Herrmann „Älter werden, ohne den Unmut zu verlieren“ spornte uns an.

Wir suchten nun nach neuen Ausstellungsorten – und wurden fündig! Von 2010 bis 2020 war die ehemalige Apotheke in der Breslauer Straße 44 unser Domizil, der „KunsTraum 44“. 2020, im Jahr unseres 30-jährigen Jubiläums, zogen wir in die Parkstraße 2 um. Auch hier sind wir ein wichtiger Bestandteil des Kelkheimer Kulturlebens, ein Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte aus der Region. Derzeit haben wir 33 Voll- und 13 Gastmitglieder.

2020 – Ausstellungsräumlichkeiten in der Parkstraße 2, Kelkheim Stadtmitte

Seit 1998 ist der Verein als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden (jederzeit herzlich willkommen) mit einer steuerlich anerkannten Quittung ausgewiesen werden.



Kunst bereichert das Leben. Künstler sind Menschen, die sich an Kunst nicht nur begeistern, sondern sie sogar herstellen. Kommt auch noch eine soziale Ader dazu, würden sie gern ihre Mitmenschen an den kreativen Erlebnissen teilhaben lassen. Das Anliegen sollte aber nicht nur sein, schöne und dekorative Objekte aus Künstlerhand zu präsentieren, sondern vielmehr durch anspruchsvolle Aktivitäten, mit künstlerischer Inspiration, Phantasie und Kreativität auch schwierige Themen umzusetzen.

Oktober 2022 Hans-Uwe Hoffmann