Gastspiel

Ingrid Franke, Hofheim, Malerei

Seit dem Studium für das Lehramt in den siebziger Jahren war die Malerei ständiger Begleiter und immer auch Unterrichtsgegenstand, sowohl als Lernende als auch als Lehrende.

In einer Vielzahl von Lehrgängen (z.B. Kunstakademie Trier und diverse andere) und Seminaren wurden die theoretischen und technischen Voraussetzungen gelegt, um damit praktisch zu arbeiten bzw. Kunst zu schaffen. Ausgehend vom Umgang mit der Ölfarbe, die in Ihren Eigenschaften m.E. besonders vielfältig und brilliant ist, ist die Acrylfarbe eine gute Ergänzung. Meine Werke: 1. abstrahierte Landschaften in Acryl und Öl und 2. Stillleben mit Tüten in Öl.

Armin Höhler, Beselich, Bildhauerei

Was so mancher Zeitgenosse als wertlos erachtet, bildet bei dem Künstler Armin Höhler die Grundlage und das Material für weitergehende Zusammenhänge und andersartige Funktionsweisen: Stahlketten, Schraubenschlüssel, Zylinderund Muttern fügt er zu massiven Objekten zusammen. Die mysteriösen Arbeiten belassen dem Betrachter große Freiräume für eigene Interpretationen. Einige Skulpturen sind massiv und beweglich zugleich – ein wiederkehrendes Element in Höhlers an kinetischer Kunst orientierten Arbeiten. So greift das knöcherne Gerippe einer Hand durch die Löcher eines Gitters. Ein ausgetüftelter Mechanismus setzt die Finger in Bewegung: Hoffnungslos, ohne Aussicht auf Erfolg scheint die Hand diesen Vorgang seit Ewigkeiten zu wiederholen. Armin Höhlers Arbeiten sind zugleich eine Hommage an die Stahlplastiker Jean Tinguely und Bernhard Luginbühl.

Loran Hughes-Sachs, Hofheim, Bildhauerei

Nach ihrem internationalen Kunststudium befasste sich LORAN zunächst mit Malerei in Acryl und Bleistift/Tusche. Im Zuge ihrer experimentellen Entwicklung verlagerte sich ihr Schwerpunkt auf abstrakte Malerei und Bildhauerei. In der Bildhauerei hat LORAN ein ganz besonderes Ausdrucksmedium gefunden. Sie arbeitet in erster Linie ausdrucksstarke Charakterköpfe aus Naturstein heraus, die durchaus sehr abstrakt wirken können. Dementsprechend auch die Beschreibung „materia appetit persona – Materie strebt nach Persönlichkeit“. Von diesen Skulpturen werden in limitierter Auflage Abgüsse aus Bronze, Eisen oder Aluminium gefertigt, einige davon werden in der Ausstellung präsentiert. Ebenso werden Videoinstallationen gezeigt, mit denen LORAN Literatur mit Bildender Kunst verbindet, so beispielsweise das Gedicht „Stimme aus dem Massengrab“ von Erich Kästner.

Beate Kupka, Wiesbaden, Fotografie und Druckgrafik

Als künstlerische Fotografin arbeitet Beate Kupka mit unterschiedlichen abstrakten und gegenständlichen Ausdrucksformen, um ihre Ideen und Gedanken umzusetzen.

„Für mich ist es sehr wichtig, im künstlerischen Schaffen einem gedanklichen Konzept oder einer Leitidee zu folgen. Dabei geht es mir um die Vorstellung hinter dem sichtbar Gezeigten.“ so Beate Kupka. Im Nichtalltäglichen und Unbewussten entstehen aus ihren stilistisch klaren und pointierten Werken Emotionen und Erfahrungen. Sie bewegen Betrachter und führen im Idealfall dazu, dass sich Seelen berühren.

Ein weiteres künstlerisches Betätigungsfeld bilden abstrakte Druckgrafiken (Intaglio­typien). Den Impuls für die erste Serie setzte eine Studienreise nach Armenien und das Eintauchen in die dortige christliche Kultur. Begegnungen, Eindrücken und Erlebnissen gibt sie durch die reduzierte Formensprache und Farbigkeit einen eigenen Charakter.

Frank Müller, Hofheim, Fotografie

Die Vergänglichkeit unserer sich ständig ändernden Umgebung wird einem vor allem durch Orte, in denen durch eingetretenen Stillstand die Zeit konserviert wurde, vor Augen gehalten.

Häufig lässt sich die Pracht der Gebäude aus vergangenen Tagen nur noch erahnen. Bei meinen Fotoexkursionen durchschreite ich Tore zu einer versteckten Vergangenheit mit lange verlorenen Geschichten.

Christine Steyer, Worpswede, Fotografie

„Impressions of Nature“

Mit den Arbeiten „Impressions of Nature“ folge ich zweierlei Spuren.

Die eine ist die von Anna Atkins, die mit ihren Pflanzen Fotogrammen als Pionierin der Cyanotypie gilt.

Die andere folgt den frühen Künstler*innen der Künstlerkolonie Worpswede, die sich mit der stimmungsvollen Landschaft des Teufelsmoores auseinander gesetzt haben.